Sichtgerät SSG 1b

Das KMQ-Stereosichtgerät SSG 1b ist aus Acrylglas gefertigt. Dank seines außerordentlich geringen Gewichts von nur 12 g kann es leicht und bequem transportiert werden. Es ist somit auch zur Beilage in Publikationen (Bücher, CDs/DVDs etc.) hervorragend geeignet.

Herzstück des SSG 1b bilden zwei gegenläufig angeordnete, oberflächenkorrigierte Prismen (fixer Prismenwinkel 13°). Ihre Aufgabe besteht darin, die Sehstrahlen der übereinander angeordneten Stereo-Halbbilder so umzulenken, dass sie beim Erreichen eines gewissen Betrachtungsabstandes, er ist vom Abstand der Halbbildmitten abhängig, zu einem Bild zusammen laufen und als dreidimensionales Bild betrachtet werden können. Das maximal mögliche Bildformat hängt lediglich davon ab, wie viel Platz (und natürlich Bildauflösungsvermögen) Sie zur Verfügung haben. Eine systembedingte Einschränkung gibt es, im Ggs. zu vielen anderen 3D-Verfahren, nicht!

An den beiden Prismen ist jeweils eine mattierte Fläche zu erkennen. Ohne diese Blenden entstünden ober- und unterhalb des Raumbildes flache Nebenbilder (Geisterbilder), die einen ungetrübten Bildgenuss evtl. stören könnten.

Sie warten sicher schon ungeduldig auf Ihr erstes 3D-Erlebnis mit dem SSG 1b. Bevor Sie den unkomplizierten Umgang kennen lernen, sollten Sie noch die Einstellung der Farbtemperatur Ihres Monitores (nähere Informationen hierzu finden Sie im Handbuch) überprüfen. Sie sollte nach Möglichkeit dem Tageslicht (5500-6500° K) entsprechen. Ansonsten erscheint die Darstellung rot- oder blaustichig.

Klicken Sie auf unsere 3D-Bildergalerie. Diese enthält als ersten Beitrag ein spezielles 3D-Testbild, den Stereoscopic-Alignment-Screen. Wenn Sie nun auf den Thumbnail des 3D-Testbildes klicken, erscheint es in voller Größe auf Ihrem Monitor. Je nach Konfiguration des Browsers kann es vorkommen, dass die Bilder nicht vollständig zu sehen sind. In diesem Fall müssen Sie den Vollbild-Modus wählen, was beim Internet-Explorer einfach durch die F11-Taste geschieht. Neben dem Testbild finden Sie eine Anordnung von Pfeilsymbolen, mit denen Sie später durch die Bildsequenz navigieren.

Nehmen Sie Ihr SSG 1b zur Hand und setzen Sie es auf Ihre Nasenspitze. Achten Sie darauf, dass Sie den KMQ-Schriftzug seitenrichtig lesen können. Als Brillenträger behalten Sie Ihre Sehhilfe einfach auf.

Bewegen Sie den Oberkörper ein wenig nach vorn, und langsam wieder zurück, bis das Kreuz auf der oberen Bildhälfte in das Quadrat auf der unteren Bildhälfte gewandert ist. Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass der korrekte Abstand gar nicht so weit von Ihrer gewohnten Arbeitshaltung entfernt liegt. In diesem Augenblick “rastet” das Raumbild ein (und Sie vor Begeisterung vielleicht aus). Auf jeden Fall sollten Sie dann folgende Bild-Details erkennen können:

Das KMQ-Logo erhebt sich aus der Bildfläche und es scheint leuchtend zu glänzen. Die Schriftzüge “3D-Testbild” und “Stereoscopic-Alignment-Screen” verlaufen auffallend von links vorne nach rechts hinten, bzw. von rechts vorne nach links hinten.

Sollte das Kreuz ein wenig neben dem Quadrat stehen, ist dies kein Grund zur Sorge. Auch kann es passieren, dass es für Augenblicke völlig verschwunden scheint. In diesem Fall wird es genau auf dem “Blinden Fleck” abgebildet. Das ist jene Stelle auf der Netzhaut, durch die der Sehnerv verläuft.

Evtl. erkennen Sie - wider Erwarten - ober- und unterhalb des Raumbildes ein flaches Nebenbild. Diese können Sie, dank der mattierten Nebenbildblenden, durch leicht horizontales oder vertikales Kippen des Sichtgerätes ausblenden. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, haben Sie das Sichtgerät höchstwahrscheinlich zu weit hinten auf der Nase sitzen.

Nach kurzer Zeit werden Sie eine ausgesprochen entspannte Raumbildbetrachtung feststellen. Dieser Sachverhalt geht mit der vertikalen Halbbildanordnung, sowie dem Aufbau des Auges einher: Je näher wir einen Gegenstand betrachten, desto mehr ändert sich der Winkel der Augenachsen (Konvergenz) und der Fokus der Linsen (Akkomodation). Zwingen wir nun die Augen zu einem Konveregenzwinkel, der weit enger ist, als es die Fokussierung erfordern würde, ist von Schielen die Rede. Ein unangenehmer Vorgang, der auf die Dauer  meist immer mit Kopfschmerzen oder sogar Schwindel verbunden ist. Viele 3D-Verfahren zwingen den Sehapparat zu dieser unphysiologischen Entkoppelung von Akkomodation und Konvergenz. Da die menschliche Augenmuskulatur in der Vertikalen nicht zum Schielen in der Lage ist, bleiben Sie beim KMQ-Verfahren von Anfang an davon verschont.

Sollte sich bei Ihnen, trotz intensiver Bemühungen, kein 3D-Effekt einstellen, gehören Sie vielleicht zum kleinen Kreis der Menschen, deren räumliches Sehvermögen stark eingeschränkt ist. In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt einem gründlichen Sehtest (am besten bei Ihrem Augenarzt) unterziehen.

Bewahren Sie das KMQ-Stereosichtgerät möglichst immer geschützt auf, z.B. in einem weichen Brillenetui. Sollte es einmal verschmutzen, reinigen Sie es mit einem weichen Tuch. Ganz hervorragend eignen sich spezielle Optik-Tücher aus Mikro-Fasermaterial. Verwenden Sie jedoch niemals agressive Lösungsmittel und auch keine Papiertaschentücher, denn diese können schlimme Kratzer hervorrufen.

Und nun viel Freude an der 3. Dimension!

 

Mit nur 12 g gehört das SSG 1b zu den Leichtgewichten unter den Prismenstereoskopen.

Mattierte Flächen sorgen für die Ausschaltung störender Nebenbilder..

1. Sichtgerät auf die Nasenspitze.

2. Mit dem Oberkörper in         Richtung Monitor...

3. und langsam wieder zurück.

4. Evtl. Nebenbilder durch vertikales

oder horizontales Kippen ausblenden.